Zatopek – Niemetzstrasse 24

Im Zatopek wird typisches Neuköllner Kneipenwesen zusammen mit knackigen Äpfeln serviert und dem Volkshelden und unermüdlichen Langstreckenläufer Emil Zátopek ein rummelig-heimeliges Denkmal gesetzt.

Das im Stadtteil Rixdorf gelegene ‚Zatopek‘ ist ein sympathisch-unaufgeregtes Beispiel für das neue Neuköllner Kneipenwesen. Gründer Uwe Köhler beschloss sein Soziologie-Studium an den Nagel zu hängen – und stattdessen Nägel mit Köpfen zu machen. Und so schuf er den Anwohnerm mit seiner mit Beamer, Tontechnik und Leinwand ausgerüsteten Kneipe neben einem gemütlichen Ort zum Trinken, Plaudern und Kartenspielen auch eine Bühne für Konzerte und Ausstellungen. Mit hauseigenen Instrumenten ist auch das Selber-musizieren möglich und der Mann von nebenan wird zum Star für Nacht. Die Deko ist im ‚Zapotek‘ zwar etwas uneinheitlich, dafür ist der Kicker kostenlos und an der Bar steht immer eine Schale Äpfel bereit.

Namensgeber ist übrigens der Leichtathlet Emil Zátopek, der in den 50er Jahren reihenweise Rekorde im Langstreckenlauf aufstellte. Zum Helden der Herzen avancierte der wegen seines scheinbar schwerfälligen Auftretens auch als ‚tschechische Lokomotive‘ bekannte Sportsmann dann endgültig, als er nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen 1968 auf einen sowjetischen Panzer kletterte und an die Soldaten (vergeblich) appellierte, wieder nach Hause zu fahren.

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