Zwiebelfisch – Savignyplatz 7-8

Im ‚Zwiebelfisch‘ schwebt der Geist der Westberliner Bohème über solide-leckerer Hausmanskost.

Der ‚Zwiebelfisch‘ gehört seit dem Jahr 1967 zu den Treffpunkten der Westberliner Bohème. Während der Maler Markus Lüpertz hier am Tresen Hölderlin zitierte, erblickte der niederländische Dichter Noteboom „Gestalten, die aussahen, als hinge ein großer, langsamer Gedanke über ihnen, ein schweigendes Grübeln von einer solchen Schwere, dass es sich nur durch das äußerst langsame Trinken riesiger Biergläser ertragen ließ“. Ansonsten traf man hier Leute wie Günther Grass, Hans Markus Enzensberger, Peter Rühmkorf und Friedmar Appel.

Heute überzeugt die Kneipe neben ihrem antiquierten Flair v.a. mit solider Hausmannskost und einer großen Auswahl an Tageszeitungen für Gäste ohne Gesprächspartner. Der Name ‚Zwiebelfisch‘ bezieht sich übrigens nicht auf eine Spezialität des Hauses, sondern meint ein Phänomen aus dem Zeitungs- oder Buchdruck, bei dem ein einzelner Buchstabe versehentlich in einer anderen Schrift gesetzt wurde.

Historischer Zwiebelfisch („e“ in „einheit“)